Prägende Jahre
Der nächste Meilenstein folgte im Jahre 1987, indem er voller Stolz und immer noch "mit vollem Haar" die Kirmesgesellschaft als Kirmesekel repräsentieren durfte. Anschließend fügte er sich nahtlos in die Vorstandsarbeit ein, um seinen rasanten Aufstieg passend im Weltmeisterjahr 1990 mit dem Amt des Kirmespräsidenten zu krönen. Schon ab dem ersten Tag zeigte sich hierbei sein Talent als Führungspersönlichkeit.
In seiner zehnjährigen Ära als Kirmespräsident prägte er die Kirmes mit seiner unnachahmlichen Art und Weise. Mit wachsender Verantwortung und inzwischen lichterem Haar entwickelte er sich immer mehr zu unserem "Plattkopp". So organisierte er beispielsweise Auftritte bekannter Größen wie Truck Stop 1991, Naabtal Duo 1993 oder im Jahr 2000 De Höhner. Auch internationale Mitgliederausflüge ins Disneyland Paris wurden unter Franks Präsidentschaft realisiert.
Als altbekannter Entertainer war es Frank sehr wichtig, für Unterhaltung am Kirmesmontag zu sorgen. Unter seiner Regie bekam der Schlagabtausch zwischen den Kirmesgesellschaften Altstadt und Hachenburg eine ganz neue Bedeutung und wurde zum gern gesehenen Highlight im August. Diese Tradition wird bis heute mit den Mouerstratzern fortgeführt.
Auch nach seiner aktiven Vorstandszeit und der Verleihung der höchsten Auszeichnung unseres Vereines, dem Hanauer-Orden im Jahr 2005, war Frank eine der Personen, die immer mit Rat und Tat bei Fragen zur Verfügung standen. So plante er jedes Jahr fleißig das Kirmesmontagsprogramm mit. Natürlich durfte der Betonungs- und Plattspezialist bei dem jährlichen Dichten und Üben der Kirmesrede nie fehlen. Legendäre Sätze beim Redeschreiben wie "Irscht mol aanden Denkreehmen packen, liss wat do stieht!" oder "Hätt dä do da gesaht?!" werden immer in Erinnerung bleiben. Auch wenn Frank auf Geschäftsreise nach Asien war, nutzte er die Zeit und dichtete im Flugzeug oftmals ganze Textpassagen. Die Reden, an denen er mitwirkte, waren immer ein Highlight bei der Kirmeseröffnung.
Im Jahr 2001 kehrte er zurück zu seinen Wurzeln und trat erneut in die Fußstapfen seines Vaters Stefan. Zusammen mit Giggl´sches Volker führte er das Fahnenkommando der Kirmesgesellschaft 1900 Altstadt an. Seine Vision, dass neben dem Kirmeszelt auch das ganze Dorf und die Kirche in blau-weißen Vereinsfarben erstrahlen müsse, konnte er mit seinem Team verwirklichen. So sind beispielsweise heute schon vom Berg der Sünden die großen blau-weißen Fahnen am Kirchturm der St. Bartholomäus-Kirche zu sehen.
Auch bei der fünften Jahreszeit durfte Frank nicht fehlen. Er war jahrelang einer der Mitorganisatoren des Ahlstärrer Öko-Zuges. Hier sorgte er mit seinem Organisationstalent dafür, dass der Zug nie Verspätung hatte und alles feuchtfröhlich ablief. Beim traditionellen Kaffeekränzchen am Karnevalssamstag konnte er mit Witz und Charme als Moderator die Menschen zum Lachen bringen. Bis heute ist die von ihm und seinen Jammertaler Musikkollegen Bobby und Thomas Breuer verfasste Hymne der Altstadt "Hey Ahlstadt" das Schlusslied aller Akteure des Kaffeekränzchens.